3 Tage, 22 Std. Zugfahrt und ein paar Eindrücke

Nach ca. 22 Stunden im Zug / in Zügen in den letzten 3 Tagen, gibt es wieder etwas Zeit zum schreiben.

Während der Zugfahrten:

  • Etwas weiter vorne an einem Tischplatz sitzen 2 Kinder mit Ihrem Vater. Er döst vor sich hin und wird ab und an zum aufwachen motiviert. Er scheint aber kein Interesse an Aktivitäten zu haben.
    Dazu kommt noch das die beiden Kinder laut darüber nachdenken was Sie grade Essen wollen.
    Dann kommt ein DB Service Mitarbeiter in den Wagen, läuft ungefähr auf die Höhe der drei und preist Sandwichs an. Der Vater hält die Augen zu und ignoriert das zupfen der Kinder. Das war schon lustig anzusehen. Ca. 30 Minuten später kommt eine weiße Box in den Wagen, sie hängt vor einem DB Service Mitarbeiter … wieder auf der Höhe der drei kommt seine Anpreisung … „Eis – kühles leckeres Eis“ 😀
    Es ist so lustig und der Vater hat auch ein lächeln im Gesicht während er die Augen zu hält und das zupfen ignoriert. Aber die Kinder sind zumindest nicht laut geworden obwohl er auch etwas für die beiden hätte mitnehmen können.
  • Kindle Reader erweist sich als toll. Zum lesen von Unterlagen während der Zugfahrt eine sinnvolle Investition.
    Grade wenn man endlos viele PDF’s hat und diese während der Zugfahrt durchstöbern will. Einfach vorher den Kindle an den USB Port vom PC anschließen und PDF’s drauf zu schieben. Gleichzeitig lädt sich das Gerät auf. Über die Queransicht haben dann die Seiten auch viel Platz um sich auszubreiten. Erspart einem das durchwühlen von Papierbergen und es fällt einem nicht alles runter, wie z.B. einer Frau die ein paar Sitze weiter vorne gesessen hatte. Betrachte die Werbeanzeige vorne im Zugwagen … ein Kindle eReader ist abgebildet, aber Sie scheint den Wink nicht mitzubekommen.
  • Erste Fahrtroute und zweiter Personalwechsel bei den Zugbetreuern. Ein neuer Schaffner, vom aussehen würde ich auf afrikanische Wurzeln tippen. Er läuft mit neutralem Gesichtsausdruck durch den Wagen und geht seiner Arbeit nach. Anfang des Wagens ; Schaffner fängt an in einem singendem Tonfall nach den Fahrkarten von neu zugestiegene Fahrkästen zu fragen. Schafft es sogar einfach durch sein Art das die Leute ihm aus Spaß die bereits vorgezeigten Karten zeigen. Wird bestimmt viel zu wenig geschätzt das dieser Schaffner Spaß am Job hat oder zumindest ein wenig positive Stimmung verbreitet. Frage mich warum die Bahn seltsame Werbevideos auf Youtube stellt, anstatt solche Schaffner bei der Arbeit zu Filmen.
  • Ein älteres Pärchen sitzt im Zug. Er versucht zu schlafen. Aus den vorherigen Gesprächen der beiden weiß man das sie die Strecke öfter fahren.
    Während er verzweifelt probiert zu schlafen ist Sie fröhlich dabei Ihn an jedem Bahnhof aus dem Schlaf zu reisen und sofort jedes mal ohne Punkt und Komma zu erzählen ob er noch weiß wie toll es war als Sie das letzte mal dort (an jedem Ort) waren und das Angeschaut haben (Museum usw.). Irgendwie tut er mir zu dem Zeitpunkt leid auch wenn es ja normal ist das man sich über Erinnerungen freut.
  • Ein Mann ist grade in den Zug eingestiegen und sucht nach einem platz in Fahrrichtung, da er nicht gegen die Fahrtrichtung fahren kann. Scheint nicht zu wissen in welche Richtung der Zug fährt, da er unter allen Sitzen die richtig herum sind, die paar wenigen auswählt die Falschrum sind. Er bemerkt seinen Fehler und setzt sich um. Zu blöd das auf der Strecke noch 2 Kopfbahnhöfe angefahren werden, aus denen der Zug jedes mal wieder in die Richtung raus fährt aus der er gekommen war und somit wieder alles falsch herum ist.
  • Am Bahnsteig wird grade eine Tasche eines Passagiers von der Polizei durchwühlt. Anscheinend wurde er grade aus dem Zug geholt. Ist auch mal wieder was neues. Vielleicht wollte er ja auch im Zug schlafen … und Schläfer toleriert ja zurzeit niemand mehr.
  • Bei jedem weglegen meines Stiftes verschwindet dieser in der Tasche. Zum Glück befinden sich in der Tasche ca. 6 mal der gleiche Stift. Am Ende der zweiten Fahrtroute habe ich davon noch genau einen und finde den Rest nicht wieder. Da versteht man langsam wie Frauen so viel Zeug in Handtaschen bekommen, wenn da auch alles einfach irgendwohin verschwindet. Sollte mir wohl mehr Stifte holen.
  • Am Ende der Zugfahrten stellt sich noch die große Frage: Warum stehen so viele immer schon 5-10 Minuten vor dem einfahren in Ihren Zielbahnhof auf? Es reicht doch aufzustehen wenn der Zug anfängt am Bahnsteig zu bremsen. Betrachte 5 Minuten lang (gefühlte halbe Stunde) die wartende Schlange im Gang, während der Zug noch ewig weit weg vom Bahnhof ist … Danach beobachte ich noch das gestresste Aussteigen aus dem Zug und mach mich dann erst fertig um selbst auszusteigen. Lustigerweise drängeln sich auch sehr viele an Endbahnhöfen so aus den Zügen, wo man da doch endlos Zeit hat.
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2 Kommentare zu “3 Tage, 22 Std. Zugfahrt und ein paar Eindrücke”

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