Kingdomino – Pegasus Spiele (2017)

Kingdomino – Pegasus Spiele (2017)

Spiel des Jahres 2017

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Dieses Spiel habe ich im Dezember letzten Jahres ausprobiert und es war ziemlich gut.

So sieht die Verpackung und Teile des Inhaltes aus:

Kingdomino
*Kingdomino – Pegasus Spiele (2017) – Spiel des Jahres 2017

Das Spielmaterial: 48 x verschiedene Plättchen (wie Dominosteine, daher je 2 Felder und nummeriert), 4 Startplättchen, 4x 3D Burgen zum zusammenstecken, 4×2 Spielfiguren, 1x Kartenturm zum zusammenstecken

Spieleranzahl: geeignet für 2-4 Personen.

Dauer einer Runde: 15-30 Minuten, aber es kommt auch auf die Spieler an.


Kingdomino, ein Spiel dessen Name wie Domino klingt und auch gar nicht so weit davon entfernt ist. Ich hoffe die meisten kennen noch die bekannten Dominosteine, bei denen man die Zahlen aneinanderlegen kann? Das Prinzip ist hier so ungefähr fortgesetzt, allerdings mit Bildern. In der Kombination, also der Art wie gespielt wird und der Art der Motive, wirkt es wie eine Mischung aus Domino und Siedler von Catan, nur etwas simpler.

Wie immer geht es darum die meisten Punkte zu erhalten. Damit man Punkte bekommt, spielt man wie folgt: Pro Person, wird ein Startplättchen mit einer der Burgen aufgestellt. Die gemischten Spielplättchen werden in den Kartenturm eingefüllt (muss man nicht machen) und können dann an einer Öffnung entnommen werden. Jede Runde läuft im Grunde identisch ab:

Zu Beginn werden verdeckte Plättchen aus dem Turm gezogen, für jede Person eine und in der Mitte aufgereiht. Dabei wird die Nummerierung der Plättchen beachtet und entsprechend der Anleitung, von niedrig nach hoch sortiert. Jetzt macht man die Reihenfolge der Spieler für den Start aus. Die Karten werden nun aufgedeckt und entsprechend sucht sich jeder eine der Karten aus und stellt seine Figur darauf. Ist die Platzierung abgeschlossen, wird eine neue Reihe mit Karten gezogen und aufgedeckt. Jetzt ist die Nummerierung der Karten indirekt wichtig, da dadurch immer bestimmte Karten an bestimmten Stellen liegen. Immer der Spieler, der ganz vorne steht, fängt an, dann der mittlere und dann der hinterste und sucht sich jeweils eine Karte der neuen Reihe. Die Karte der vorherigen Reihe nimmt man zu seiner Burg und legt die Karte an (siehe weiter unten). Daraus folgt: der vorderste Spieler kann sich aus allen neuen Karten eine beliebige aussuchen. Alle nachfolgenden Spieler haben weniger Auswahl oder nur noch eine Karte vorliegen. Dies ist auch eines der beiden Kernelemente des Spiels und erfordert neben Glück auch etwas Taktik. Ab jetzt geht es mit dem Ziehen der Karten immer so weiter, bis keine mehr da sind.

Das Anlegen der Karten:
Je Runde hat man ja nun eine Karte und diese Karte muss man nun hinzufügen oder wegwerfen (aus dem Spiel nehmen). Wegwerfen muss man z.B., wenn man die Karte nicht anlegen kann oder wenn man dies nicht möchte.

Diese Plättchen gibt es: Lehm, Getreide, Schaf, Wald, Wasser, Gold. Es gibt normale Plättchen, Plättchen mit einer, zwei oder maximal drei Kronen drauf.

So funktioniert das Anlegen der Plättchen: In der jeweiligen Runde legt man eines der Plättchen an, sofern man es nicht wegwirft. Mehr als die Karten der jeweils zweiten Reihe kann man also nicht vorausplanen. Angelegt wird an die Burg oder später an andere Plättchen. Die Burg ist neutral und an jede Seite kann man alle Karten anlegen. Ist die Burg z.B. umrahmt, muss man dem Prinzip von Domino folgen und kann nur gleich an gleich anlegen. Also Wasser kann dann nur direkt mit einem Wasser Feld verbunden werden. Dies gilt immer für eine Stelle der Karte.

Eine Karte mit Wasser und Wald, kann beispielsweise an ein anderes Wasserplättchen angedockt werden und auch der Wald kann vollkommen von Wasser umrahmt sein. Wasser und Wald kann auch jeweils an passenden Seiten andocken. ist Wasser an Wasser angedockt, kann auch Getreide oder Schaf angrenze, d.h. es spielt keine Rolle was drum herum bereits liegt oder was sonst noch auf den Karten ist, außer die eine Stelle, mit der man primär andocken möchte. Bei der Berechnung der Punkte ist es allerdings immer praktisch für alles möglichst gute Verbindungen zu haben.

Die Besonderheit, je nach Regel, darf das Feld z.B. nur 5×5 Felder groß sein und schon muss man genau planen, um alle Plättchen andocken zu können und eine Fläche zu erstellen. Lücken sind dabei erlaubt, auch da man ja ggf. Karten weglegen muss. Die Burg muss dabei auch nicht in der Mitte sein. Einen gewissen Spielraum hat man also.

Das wesentliche kommt jetzt: Beim Anlegen muss man nicht nur einfach andocken, sondern möglichst effiziente Fläche einer Feld-Art erhalten, wo möglichst viele Kronen mit eingeschlossen sind. Die Punkte bringen am Ende nur Fläche, die Kronen enthalten und die Kronen dienen als Feld-Multiplikator.

Beispiel: 1 Wasserfeld alleine bringt 0 Punkte. 1 Wasserfeld mit einer Krone bringt 1 Punkt. 2 Wasserfelder mit insgesamt einer Krone bringen 2 Punkte (1Krone x 2Felder). 2 Wasserfelder mit je einer Krone bringen 4 Punkte (2Kronen x2 Felder). Im Bild sieht man eine Wasserfläche als Beispiel, die 2 Kronen und insgesamt 5 Felder hat. Diese Fläche hätte im Spiel dann einen Wert von 10 Punkten (2Kronen x5 Felder).

Felder mit zwei oder drei Kronen sind daher im Spiel sehr wertvoll und steigern schnell die Punkte. Als Orientierungshilfe dient der Kartenturm, da hier alle Karten in der richtigen Anzahl angezeigt werden und man damit ungefähr abschätzen kann, welche Möglichkeiten man noch hat.

Auch wenn man eine große Fläche einer Feld-Art hat, z.B. eine große Getreidefläche, aber keine Krone, bringt einem dies überhaupt nichts, außer dass man vielleicht anderen Spielern die Punkte wegnimmt. Hat man aber eine große Fläche und irgendwo angeschlossene Kronen, dann kommen gute Punkte zusammen.

Weitere Regelvariationen: Extrapunkte für Burg in der Mitte, Extrapunkte für Burg in der Mitte und perfekt lückenlos eingebaut. 2 Spieler Partien können mit 7×7 Feldern gespielt werden. Bei mehr Spielern werden ggf. Karten entfernt, damit es genau aufgeht.

Fazit:

Es klingt ganz einfach aber kann doch viel Potenzial entfalten und ist zeitlos. Es spielt sich zwar jede Runde recht gleich, aber man hat einige taktische Möglichkeiten um sein Feld zu optimieren und muss dabei auf seine Gegenspieler aufpassen. Klar, wer optimal baut und Ideen auswendig lernt, dem wird vielleicht langweilig, ebenso wie beim täglichen Spielen, aber so generell macht es selbst am dritten Tag in Folge Spaß. In Sachen Langzeitmotivation würde ich es vielleicht mit einem eher noch einfachen Kartenspiel gleichsetzen, falls man das so ungefähr kann.

Es gibt auch zumindest eine Erweiterung und andere Varianten des Spiels. Andere Varianten des Spiels können ggf. kombiniert werden. Ein paar mehr Erweiterungen für die gute Spiele-Idee wären aber bestimmt auch toll.

Wer viel und stetig spielt, der ist bei der simplen Mechanik allerdings schnell unterfordert. Mich, als absoluten Gelegenheitsspieler, meist nur einmal im Jahr, erfreut dies aber sehr. Was mir beim Spielen gefehlt hat: Nicht immer habe ich das 5×5 Feld im Blick und mir fehlt ein Raster zum Auflegen. Ganz auffällig ist es beim Wechseln von 5×5 auf 7×7. Schnell vergisst man die größere Fläche und verbaut sich, nur um dann die Freifläche festzustellen. Eine Sache der Konzentration :)

Es macht spielerisch, in seiner einfachen Art, wirklich viel Spaß. Zu fordernd ist es allerdings nicht.


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*Bildquelle: PEGASUS SPIELE GmbH