Buchvorstellung: Der Pflanzenarzt: Ein gesunder Garten ohne Chemie

Der Pflanzenarzt: Ein gesunder Garten ohne Chemie

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[Werbung] Das vorgestellte Buch wurde kostenlos vom Rowohlt Verlag zur Verfügung gestellt. Zur Verfügung gestellt wurde eine digitale unkorrigierte Fassung.

Titel: Der Pflanzenarzt: Ein gesunder Garten ohne Chemie
Autor: René Wadas
283 Seiten
Rowohlt Taschenbuch Verlag
Das Buch ist am 24.03.2020 erschienen und kostet 12,00€
ISBN: 978-3-499-00302-8

Direkt zum Buch bei Rowohlt gelangt Ihr hier: https://www.rowohlt.de/taschenbuch/rene-wadas-der-pflanzenarzt-ein-gesunder-garten-ohne-chemie.html 

Planzenarzt
Der Pflanzenarzt: Ein gesunder Garten ohne Chemie ; ISBN: 978-3-499-00302-8 ; *

Auf in den Garten: Ein Ratgeber in Form einer Erzählung über den heimischen Garten von René Wadas, nicht so trocken wie ein Lexikon, sondern interessant zusammengeschrieben. Man ist diese lockere Art bereits von seinen Büchern gewohnt und kann sich ins grüne eines gesunden Gartens hineinlesen.

In diesem Buch gibt es eine gesunde Mischung aus Gartentipps, Pflanzenkunde, Insektenkunde und mehr. Es geht viel um Insekten und Ihren Lebensraum, denn ohne Insekten gibt es keinen gesunden, chemiefreien Garten und natürlich geht es dabei immer auch um Pflanzen. Schöne und interessante Fotos von Insekten runden dieses Buch ab.

Für viele kann es nicht schnell genug grün werden und man erfreut sich einer Pflanzenpracht auch im heimischen Garten. Aber was passiert, wenn dieser Schein getrübt wird? Sind es Schädlinge oder doch nützliche Helfer der Natur? Was wohl ein Mensch mit grünem Daumen, Verständnis für kleinste Tiere und einem grünem Polo-Hemd dazu sagt? Ein gesunder Garten ohne Chemie, dafür steht der Pflanzenarzt und da René Wadas nicht in jeden Garten kommen kann, schreibt er seine Bücher, so wie dieses hier.

In diesem Buch geht es nach der Einleitung mit drei Kapiteln weiter und erstreckt sich auf 283 Seiten. Die 3 großen Kapitel des Buches sind „Mein naturnaher Garten im Frühling“, „Mein naturnaher Garten im Sommer“ und „Mein naturnaher Garten im Herbst und im Winter“ und führen als Unterkapitel die Monate im Jahr. Das Buch ist leicht und locker geschrieben. Das Kernthema ist gleichmäßig durchs Buch gezogen, also ein Besuch im Garten von René Wadas und seiner Familie. Wie eine Erzählung was geplant ist, was gepflanzt wird und überall Tipps zur Pflege der verschiedenen Pflanzen. Die Pflegetipps entsprechen den Monaten die sich unter den drei großen Jahreszeiten-Kapitel befinden, daher kann man sich das jeweilige Kapitel raussuchen. Ernte Tipps während der Aussaat würden ja auch keinen Sinn ergeben.

Die Einleitung stellt die zentrale Frage „Ein Garten ohne Chemie – geht das Überhaupt“? Ein „Ja“ steht dort nun indirekt, denn es wird darauf hingewiesen das alles, u.a. Pflanzen und Tiere zusammenhängen.

Man soll der Natur einen gewissen Anteil des Gartens überlassen, also kein Wildwuchs, aber mit gesundem Menschenverstand an die Sache herangehen. Herr Wadas erzählt was er im Garten macht und warum. Dabei führt er einige der von Ihm gepflanzten Pflanzen auf, beschreibt die Pflege und welchen Nutzen oder welche Eigenschaften gewisse Pflanzen oder Kombinationen von Pflanzen haben. Im Buch finden sich also nützliche Tipps und Hinweise. Parallel zu den Pflanzen berichtet Herr Wadas von Insekten und Tieren des Gartens. Man soll diese besser einschätzen lernen und es geht um den Garten als Symbol oder Spiegel zur Welt. Umweltschutz und ein Garten mit Chemie geht nicht Hand in Hand. Handlungen haben eben Konsequenzen und wer der Natur ein Teil wegnimmt, auch wenn es als Unkraut angesehen wird, verschlimmert evtl. nur die Lage. Viel besser sind da doch die Hinweise in diesem Buch.

Weitere Themen die angesprochen werden, sind z.B. Probleme mit chemischen Pestiziden (auch bei Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern), Düngemittel, Monokulturen, Flurbereinigung und Wildkräuterbekämpfung. Warum muss ein Park immer kurz geschnittenen Rasen haben? Klar, sieht schön aus und man kann sich hinsetzen, aber der Natur geht es damit nicht gut. Das Buch bietet quasi auch einen Appell an die Vernunft.


Nur missverstandene Helfer im Garten, aber eigentlich keine Schädlinge, so viel sollte nach ein paar Seite im Buch bereits klar sein. In Härtefällen ist aber auch der Griff zum natürlichen Pflanzenschutz aus Pflanzenextrakten erlaubt. So etwas kennt man ggf. schon aus dem Buch Hausbesuch vom Pflanzenarzt. Wer den Inhalt des Buchs bzw. der Bücher anwendet, der kann seinen Garten wunderbar in Schwung bringen ganz ohne Chemie und sogar mit Mitteln direkt aus dem Garten.

Wer Obstbäume hat sollte Meerrettichwurzeln im Garten haben :)

Im Buch finden sich zahlreiche Fotos von Insekten, wodurch das Buch aufgelockert wird und sich als sehr lehrreich herausstellt. Viele der Insekten kennt man, zumindest wenn man nicht in einer Stadt aufgewachsen ist und dennoch sind auch ein paar mindestens namentlich nicht bekannte Insekten dabei. Ein Foto einer Holzwespe ist wirklich interessant und die habe ich noch nie gesehen. Nebenbei wird auch die Honigbiene näher ins Licht gerückt, mit Punkten zu Forschungsprojekten, Honigbienensterben und Verbreitung sowie Folgen und was der Mensch dabei macht. Auch andere Bienenarten und sogar solche die keinen Honig produzieren sind aufgeführt. Wusstet Ihr das es Bienen gibt, die keinen Honig produzieren? Sie sind aber trotzdem zum Bestäuben von Pflanzen wichtig.

Sehr interessant ist auch der April, denn da baut man mit Herrn Wadas eine Nisthilfe und erfährt warum fertige Nisthilfen / Insektenhotels eher nichts taugen. Tatsächlich habe ich schon einige fertig gekaufte Insektenhotels gesehen, aber nie mit Insekten drin. Im Buch steht wie man es besser machen kann.

Fazit:

Wenn man das Buch gelesen hat, erhält man eine Vorstellung wie ein Garten aufgebaut sein könnte. Der Garten bezieht sich dabei zwar eher auf einen Nutzgarten, da man ja auch entsprechende Pflanzen unterbringen muss, kann aber in Teilen auch bei einem anderen Gartenmodell für nützliche Informationen sorgen. Pflanzenkunde, Insektenkunde und Tipps, in einem Buch. Wie bereits erwähnt, ist es als nette Erzählung verfasst und nicht als trockenes Nachschlagewerk und ist damit zum lockeren Lesen geeignet. Einzelne Punkt sind dadurch allerdings vielleicht nicht ganz so leicht nachzuschlagen. Zahlreiche Fotos von Insekten lockern den Inhalt gekonnt auf. Das Buch fühlt sich sehr gehaltvoll an und liest sich so nebenbei oder man sucht gezielt nach Informationen. So oder so lernt man eine ganze Menge über den Garten und kann sich ggf. aus den aufgeführten Pflanzen eine Liste für die nächste Garten-Umgestaltung erstellen.

Was man aus dem Buch mitnimmt: Wer einen vermeintlichen Schädling im Garten hat, dem fehlt der Rest, der alles im Gleichgewicht hält.

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*Bildquelle: rowohlt.de
*Bildquelle: Pflanzen-Bilder im Hintergrund aus meiner privaten Bildersammlung
Info: In diesem Bereich sind Preise angegeben, da Bücher an die Buchpreisbindung gebunden sind.


[Werbung] Das vorgestellte Buch wurde kostenlos vom Rowohlt Verlag zur Verfügung gestellt. Zur Verfügung gestellt wurde eine digitale unkorrigierte Fassung.