CD Vorstellung: Belzebubs – Pantheon of the Nightside Gods

Belzebubs: Pantheon of the Nightside Gods

CD (CD / Mediabook Kombination ; ggf. Limited Edition)

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So sieht die CD / Mediabook Kombination aus:

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Belzebubs: Pantheon of the Nightside Gods – CD (CD / Mediabook Kombination ; ggf. Limited Edition)

Die Band „Belzebubs“ hat 2019 das Album „Pantheon of the Nightside Gods“ bei Century Media (Sony Music) veröffentlicht. [Debut album Quis Novit Daemonis Astus (2006) ; 2. Album Moth of Satanas (2009)]. Die Musik gehört zur Richtung „Black Metal“ (wird auf manchen Musik Seiten zusätzlich auch als Blackened Death Metal oder Death Metal einsortiert), wobei ich „Melodic Black Metal“ sagen würde, ohne mich in der Materie auszukennen. Ich füge einfach “Melodic” überall hinzu, wo eine klangvolle Melodie einen wesentlichen Bestandteil ausmacht. Auch ist der Gesang, der hier mindestens teilweise zu Guttural bzw. Growling gehören müsste, sehr rund gehalten. Auf der CD finden sich die unten genannten Lieder und die gesamte Spieldauer Beträgt knapp über eine Stunde.

Reinhören kann man nebenbei ganz legal auf Youtube, auf den Kanälen von Century Media Records, einfach dort nach der Band suchen, oder bei belzebubs.com. Ich habe mir die CD gekauft (ebenso wie den Tee „BELZEBUBS – Stygian Comfort“). Diese Lieder sind auf der CD:

Die CD kommt als Medienkombination, also CD Hülle + Heft mit Liedtexten.

  1. Cathedrals of Mourning
  2. The Faustian Alchemist
  3. Blackened Call
  4. Acheron
  5. Nam Gloria Lucifer
  6. The Crowned Daughters : The Veil of the Moon Queen, Pt. 2
  7. Dark Mother : The Veil of the Moon Queen, Pt. 3
  8. The Werewolf Bride
  9. Pantheon of the Nightside Gods : The Veil of the Moon Queen, Pt. 4
  10. Nuns in the Purgatory
  11. Maleficarum – The Veil of the Moon Queen, Pt. I

Das besondere an dieser Band, neben der Musik, ist die Entstehung über einen Comic bzw. Comic Illustrationen des Zeichners JP Ahonen (Instagram | Twitter). Es gibt auch ein Comic Buch zu den Figuren, die eine Metal Familie abbilden, allerdings kenne ich diese nur von ein paar Illustrationen. Meine Eindrücke stammen daher eher von den Musikvideos. Was mir dabei direkt aufgefallen war, die Optik der „Schminke“ des Sängers kommt mir bekannt vor. Schaut man in das Musikvideo der Band „Immortal“ – „ALL SHALL FALL“, entdeckt man ggf. ein paar Ähnlichkeiten und das winterlichen Setting kommt sehr nahe an „BELZEBUBS“ – „Cathedrals Of Mourning“ heran. Jetzt müsste man die Entstehungsgeschichte kennen :) Eine Band auf Basis eines Comics erinnert dabei z.B. an die Band “Deathklok”. Der Klang der Musik und auch der Stil der Illustrationen sind allerdings anders. Nebenbei sind bei Belzebubs die Animationen in Musikvideos (nicht auf der CD) sehr schön gemacht.


Die Band: HUBBATH: Vocals & bass | SLØTH: Vocals & guitars | SAMAËL: Drums | OBESYX: Lead guitar

Guests musicians: DESIBELIUS: Synths & orchestration | TRVEBADOVR: Background vocals | SKVLLCRAFT: Background vocals on  Cathedrals of Mourning, Dark Mother, The Werewolf Pride & Nunsin the purgatory | ANTIKRIST: Bass on The crowned daughters & Dark Mother | MØRKOST: Guest vocals on The crowned daughters |ICS VORTEX: Guest vocals on Pantheon of the Nightside Gods

Das ganze gibt es auch als Vinyl, was meine erste Wahl wären, hätte ich einen Plattenspieler XD

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Belzebubs: Pantheon of the Nightside Gods – gibt es auch als Schallplatte

Die Musikvideos geben dem ganzen teilweise eine sehr humoristische Art, was eben auch Teil der Geschichte der Figuren ist. Die Comics sind humoristisch. Einzelne Auszüge oder kleine Illustrationen findet man auch im Internet und die liefern lustige Geschichten und Hintergrundinformationen. Die Zeichnungen, die man so im Internet findet, haben einen sehr lustigen Unterhaltungswert und man könnte dabei befürchten, die Musik klingt albern, aber nein, es ist tatsächlich wunderbar klangvoll und akkurat ausgearbeitete Musik, die absolut stimmig wirkt. Die Lieder haben eine angenehme Länge von ca. 3 bis 9 Minuten und halten durchgehend ein hohes Maß an Qualität. Da sind Profis am Werk.

Warum habe ich weiter oben “Melodic” ergänzt und hier von Qualität gesprochen? Nun, bei den Liedern ist alles sauber gespielt und es gibt musikalisch schöne Übergänge. Die Kompositionen sind zudem nicht brachial oder stumpfsinnig zusammengekleisterte Musik, sondern bieten harmonisches Zusammenspiel von Gitarren, Schlagzeug, Growls und untermalenden hellen weiblichen Gesang, was punktuell an Opern erinnern könnte. Einspieler vom Keyboard (in den Comics wird Keyboard gespielt) mit Klaviertönen runden das ganze ebenso ab, wie Stellen, die von einem Orchestra zu stammen scheinen. Wie bei Metal gerne gespielt, gibt es auch hier bei einigen Liedern instrumentale Solo-Parts, die aber stimmig zum Rest passen.

Soweit also eine sehr klangvoll, instrumental- und auch Gesang- starke Musik mit einem doch vielleicht noch ruhigen und eindringlichen Charakter. Ruhig natürlich nur den Umständen entsprechend :)


Von den Texten her ist es etwas düster angehaucht, immerhin geht es dabei um Black Metal und somit meist um Schicksal, Tod, Schmerz, Leid und ähnliches. Die Lieder bilden eine Geschichte ab. [Hier nochmal der Hinweis: die Musikvideos sind nicht auf der CD.]

Cathedrals of Mourning
Das Lied startet klangvoll und seicht, geht dann aber ins kräftige über, mit Growls und untermalenden Hintergrundgesang. Im überwiegenden ist es sehr melodisch. – Es geht um das rufen der Herrin der Nacht in einer „Trauerkathedralen“ zumindest gibt ein Übersetzungsprogramm die „Cathedrals of Mourning“ so wieder und es ergibt auch Sinn. Ein Gitarren-solo gibt einen klangvollen Höhepunkt vor einer ruhigen Passage am Ende, bevor es nochmal kurz kräftig weitergeht. Das Musikvideo dazu ist echt gut und lustig :)

The Faustian Alchemist
Es startet ganz sanft und leise, bis toll gespielte Gitarren und dann der Gesang einsetzen. – Zwischen kaputten Säulen und tief in den Tunnel (der Kathedrale) fand er Sie im goldenen Schrein. Das alle sie lieben werden und vor Ihrem Thron knien. – Wie er Sie wegbringt und im Prinzip Rituale vollführt und was für die weiteren Abschnitte wichtig ist: „I sacrifice my servants. Immolate in furnace. Cast my dearest ones in fire. Relinquish my accursed soul“. Und das Sie wieder auferstehen wird. Der Klang der Hintergrundmusik unterscheidet sich deutlich von Cathedrals of Mourning und wirkt evtl. etwas hoffnungsvoll?

Blackened Call
Im ebenfalls klangvollen, etwas schneller gespielten Blackend Call geht es um die Anrufung der Geister der Nacht / König der Unterwelt, mit dem Befehl die Türen in die Unterwelt zu öffnen. Entsprechend wirkt auch die Musik und der Gesang bestimmender, aber z.B. nicht aggressiv. Auch das Musikvideo zu diesem Song ist ein Meisterwerk :) Ein wirklich guter Song.

Acheron
Die Musik spiegelt die Reise ins Ungewisse wieder und ohne die Gitarren könnte es vielleicht auch als Filmmusik dienen. Die Gitarren geben dem ganzen eine schöne gradlinige Führung und das Tempo der Growls ist etwas langsamer. Hier wird die Fahrt über den Fluss Acheron (Styx) der die Oberwelt von der Unterwelt trennt besungen. Das Lied ist insgesamt eher eine ruhige Passage, bis es dann nochmal langsamer und etwas düsterer wird. Wenn ich es richtig deute, wird hier vom Verlust erzähl: „I came to mend my soul. Redeem my precious one“. „Cruel is the fate here, pitiless the death
Stole my sun and moon, stole my cherished one. Took it from my arms and buried in the shades.“ Das es seine Seele zu heilen versucht und den Sohn zu holen (Schatz). Da Wächter aus dem Wasser emporsteigen, wirft er sich schützend vor seinen Sohn. „Sheltering my fragile son“. Am Ende klingt das Lied leise und langsam aus.

Nam Gloria Lucifer
Ein wundervoll gespielter Song. Es ist sehr melodisch, schneller aber auch stimmlich einen Hauch aggressiver und härter gespielt. An gewissen Stellen werden Passagen mit ruhiger, tiefer Stimme untermalt. Klingt wirklich sehr gut. – Es geht um die Begegnung mit einem Wesen der Unterwelt. In einem lateinischen Abschnitt geht es um einen siebenköpfigen Roten Drachen, mit sieben Kronen inkl. der Krone des Satans. Der Drache spricht von der Erneuerung der Welt und der Befreiung (eigentlich „Purged“, aber nennen wir es mal freundlichst Befreiung) von Tyrannei, Hass usw. und es endet mit dem Text: „Praise the one who sets us free. Magnify eternally. Wish upon the morning star. All shall be redeemed. When horned saviour calls. Nam gloria Lucifer“. Durchaus ein etwas düsterer Text.

The Crowned Daughters : The Veil of the Moon Queen, Pt. 2
Ein Kräftig und langsam gespielter Start, der an Symphonic-Metal erinnert, wenn ich das jetzt nicht verdrehe, bin wie gesagt kein Musik Experte. Es wechselt auch zu sehr ruhigen Passagen und nutzt klaren Gesang und Akustik-Gitarren. Es ist ein kompletter Stimmungswandel. Nach einer Weile kommen wieder Growls und die Musik steigert sich wieder etwas hinein. – Wieder im Wald, wo vermutlich der zuvor genannte Sohn am Vorabend gefunden wurde. Es scheint nun um ein Ritual zu gehen und die Königin soll in seinem Leib blühen, dass die Königin jetzt wieder auferstehen soll. Wo das Lied ruhig begann, ist es nun wieder etwas aggressiver im Klang.

[Wenn ich es nicht komplett falsch aufgefasst habe, geht es in der Story um den Verlust wodurch er die Herrin der Nach anruft und das diese dann durch eine Tyrannei freie Welt führen kann. – So sicher bin ich mir da aber nicht, da mir gefühlt irgendwo der Zusammenhang und der Rote Faden verloren gegangen sind.]

Dark Mother : The Veil of the Moon Queen, Pt. 3
Die Nummer 7 auf der CD. Es ist ein aggressiver Klang und bricht auch ein wenig mit dem melodischen, fängt sich dann aber wieder und kommt mit melodischem Gitarren-spiel. Die Musik ist von Gitarren und Schlagzeug gehalten, aber nach einer Weil auch wieder klangvoll und harmonisch, wo der Anfang doch etwas unmelodischer wirkt, wie durchaus üblicher in der Musikrichtung. Der Gesang macht es dann ebenfalls melodisch, aber durch die Growls härter, was die Musik so toll macht, aber viele mögen dies natürlich nicht. – Der Himmel der sich rot verfärbt und die Stille der Nacht.
Von der jungfräulichen Empfängnis von der dunklen Mutter. Das Sie auferstehen soll, die Herrin von Hunderten gefallen Reichen. Am Ende wird noch erwähnt, dass die Blätter des Waldes eine traurige / bedauernswerte Melodie flüstern. Es ist ein langes Lied mit über 9 Minuten Spieldauer.

The Werewolf Bride
Ein energetischer Song, auch wieder mit teilweise ganz anders gespielter  Hintergrundmusik. In der Melodie ist es hier teils ein Wechsel zwischen den Geschwindigkeiten. – Es geht wohl um die Stunde der Hexen und Dämonen, also die Lakaien Satans, die im Wald warten. Die Sehnsucht, mit den Wölfen zu rennen, durch
Dämmerung und Brise. – [So genau wie dieser Song in die Abfolge passt, habe ich aber nicht ganz verstanden.] Vermutlich ist es das erschienen der Herrin der Nacht? – „And there in the heart. Of ulterior darkness. The woods now shudder. And colossal wings Spread out to embrace her. And hide from the sight of god“.

Pantheon of the Nightside Gods : The Veil of the Moon Queen, Pt. 4
Dieses Lied ist ganz klangvoll, eingeleitet von Klavier, Gitarre und einem Chor Gesang im Hintergrund (lang gehaltene Noten, vom Ton her so wie von mindestens zwei Stimmen).
Nach ca. 2:40 Minuten kommt dann der Gesang hinzu. Normaler Gesang, Growls und dann wieder ausklingende Melodien. Es wirkt wie das Ende eines Konzertes. – Die alten Könige sind alle weg und zerstreut. Wir treiben ohne Allmacht die unseren Weg leitet. [so ungefähr] – Wir sind nichts als bloße Schatten in der Dunkelheit. – Deine Stimme wird durch die ewigen Hallen zittern. Es endet mit „Tablets of creation. Shall be made anew. Devastating furor. Sanctifies the world of worms. We who wait veiled in the dark. Call out your name through the night. We who wait in the dark“. Also Sie warten um dunklen auf den Ruf und die zuvor angesprochenen Änderungen der Schöpfung.

Nuns in the Purgatory
So wie das Lied zuvor an das Ende eines Konzertes erinnert, geht es hier wie bei einem  Konzert los und hat einen Chor oder zumindest wieder mehrere Stimmen die leichten Gesang (langgezogenen Noten und am Ende vermutlich auch ein Text, der aber nicht im Booklet steht) fein und melodisch einsingen. Es ist ruhig und leise, aber auch kürzer gehalten. Einen Text gibt es hier nicht mehr, da bei „Pantheon of the Nightside Gods : The Veil of the Moon Queen, Pt. 4“ ja bereits das Ende eingeleitet wurde und alle auf den Ruf warten. „Nuns in the Purgatory“ heißt nebenbei „Nonnen im Fegefeuer“ und dürfte den Wechsel zwischen Tyrannei und neuer Schöpfung darstellen (von mir frei interpretiert).

Maleficarum : The Veil of the Moon Queen, Pt. I
Beim letzten Lied ist es ein symphonischer Einstieg, mit hellen und leichten Gesang (diesmal müsste es auch ein Liedtext sein, wird aber im Booklet nicht aufgeführt) wie im vorherigen Lied. Es wird durch eine Melodie geführt, die anspannend und abklingend ist. „Maleficarum“ meint vermutlich eines dieser Dinge: Verbrechen / Übeltat, Feindseligkeit, zugefügter Schade oder Zaubermittel. Da ich kein Latein kann, habe ich natürlich keine Ahnung.

Fazit:

Die Musik hört sich richtig gut an, bietet Abwechslung und auch die im Internet zu findenden Musikvideos oder Illustrationen (auch im gesonderten Buch zu finden [nicht hier im Booklet]), machen das Erlebnis dann komplett. Da ich nicht ständig Musik höre und meist auch nur ein oder zwei Lieder einer Band mag, fehlen mir Vergleiche zu anderen Bands. Meine Empfehlung für euch, ist daher die Nutzung von Youtube, denn da gibt es einige der Lieder legal auf dem Kanal von Century Media.

Was der Musik ein wenig fehlt, ist ein Duett mit einer Sängerin. Ich denke dabei z.B. an Lieder von EPICA die im Duett gesungen wurden, mit Growls und dazu die klare weibliche Stimme einer extrem guten Sängerin. Bei Belzebubs gibt es ja schon unter den Gästen die schöne Hintergrund Vertonung, aber leider kein Duett, was auch von anderen Leuten im Netz angemerkt wurde, bzw. wurde nicht das Duett angemerkt, sondern das fehlen von Text für die Sängerin.

Andere Stimmen im Internet, die sich viel mit Musik befassen, habe die Musik von Belzebubs als etwas altbacken oder gewöhnlich / belanglos bezeichnet, was vom Klang her vielleicht stimmen mag, da es bekannt vorkommt, aber genau das finde ich so toll. Ich finde es sehr stimmig und das kann so bleiben. 


Lust auf Tee? Zum Belzebubs Tee-Beitrag gehts hier BELZEBUBS – Stygian Comfort.

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BELZEBUBS – Stygian Comfort – Lapsang souchong tea & coffee beans ; A Pitch Black North + Belzebubs Blend ; Limited Edition

* Die Bilder zur CD / Schallplatte wurden mir von JP Ahonen zur Verfügung gestellt von


[Werbung] Das vorgestellte Produkt / die Produkte wurden für den Beitrag / den Produkttest regulär im Handel erworben. Die Inhalte des Beitrags wurden anhand eines vorliegenden Produktes zusammengestellt und sind nicht durch dritte beeinflusst.