ROSE Zentrierständer

ROSE Zentrierständer

Fahrradwerkzeuge zur Wartung – Laufradbau / Zentrieren des Rads. + am Ende noch kurze Story, warum ich am Rad jetzt selber Schraube.

[Werbung] Das vorgestellte Produkt / die Produkte wurden für den Beitrag / den Produkttest regulär im Handel erworben. Die Inhalte des Beitrags wurden anhand eines vorliegenden Produktes zusammengestellt und sind nicht durch dritte beeinflusst.

Das ist ein Zentrierständer für Laufräder am Fahrrad. Hier in einer Eigenmarke von https://www.rosebikes.de/rose-zentrierstander-553816

So sieht der Zentrierständer aus:

Rose_Zentrierständer
ROSE Zentrierständer : Fahrradwerkzeuge zur Wartung – Laufradbau / Zentrieren des Rads.

Der ROSE Zentrierständer ist eine Alternative für die Werkstatt in den eigenen vier Wänden. Es ist für den Rundlauf eines 24″-29″ Laufrades gedacht. Der Ständer verfügt über einstellbare Kontrollmöglichkeiten für Höhen- und Seitenschlag. Die Standfußausleger bieten genügend Stabilität, um den Ständer auch mobil einzusetzen, ohne ihn gleich auf einer Arbeitsplatte montieren zu müssen.

Details:

  • Stahlkonstruktion mit langen Standfußauslegern
  • Einstellbare Kontrollmöglichkeiten für Höhen- und Seitenschlag
  • Mobil einsetzbar. Zusammenklappbar. Platz sparend
  • Für Laufräder von 24″ – 29″
  • Nicht geeignet für Laufräder mit 15 mm oder 20 mm Steckachse, bzw. wird ein Adapter benötigt.

Geliefert wird: der Zentrierständer in zwei Teilen. Ersatz-Gummiabdeckung für die Abstandshalter / Zentrierschrauben.

Die Montage: Man kann die beiden Teile leicht zusammensetzen und es wird kein Werkzeug benötigt. Aber da keine Anleitung bzw. kein Bild beiliegt, musste ich zuerst auf der Shop-Seite nach einem Bild schauen, um es richtig zusammen zu stecken.

Mein Tipp zur späteren Nutzung: eine kleine Werkbank und 2 Schraubzwingen zur Fixierung dazu holen.

Der fertig montierte Zentrierständer hat eine gute Form / Größe und kann zusammengeklappt werden. Durch die Mechanik sieht der Standfuß optisch nicht mittig aus, da auf der einen Seite etwas mehr Abstand für die Halterung gebraucht wird, was aber keinen Einfluss auf die Gabel hat.

Der Standfuß steht stabil, hatte bei meinem Produkt aber minimale Ungleichheiten an einer Ecke, quasi so, dass man zur Behebung einen Bierdeckel unterlegen würde. Ansonsten sieht es grundsätzlich ganz gut aus. Ich habe den Ständer mit 2 Schraubzwingen an einer Werkbank fixiert.

Die Gabel hat 2 Einsatzstellen für Rad-Narben und ist nach oben hin biegsam, sodass man auch etwas bereitere Narben einsetzen kann. Am unteren Ende ist ein bewegliches Teil angebracht, mit dem man dann die Mitte, bzw. Den Schlag an der Felge findet.

Die Gabel macht einen guten Eindruck. Das untere Teil an der Gabel ist dazu simpel aufgebaut, hat aber seine Schwächen. Das Teil ist beweglich und kann so an verschiedene Felgengrößen angepasst werden, hat aber durch die geschlossene Form auch seine Grenzen. Die Schaubverbindung kann man natürlich festziehen, was soweit ganz gut hält, aber es ist vielleicht nicht absolut perfekt. Es funktioniert aber und hält die Position. Um die Seitenabstände der Felge zu erfassten, gibt es zwei Schrauben mit Gummiaufsatz an diesem Teil und diese können an die Abstände der Felge angepasst werden. Es sind quasi die Kernstücke des ganzen Systems. Die beiden Schrauben sind leichtgängig zu verstellen, können fixiert werden und halten die Position dann auch. Die Gummiabdeckung, für die auch Ersatz beiliegt, verhindert Kratzer an der Felge. Beide Seiten sind natürlich unabhängig voneinander beweglich. Das kleine Problem an diesem Zentrierständer liegt aber auch an genau diesen Schrauben.

Die Halterungen bzw. Löcher dieser Schrauben sollten auf beiden Seiten auf gleicher Höhe sein, damit man optimal alles einstellen kann, aber sie sind es nicht. Die eine Seite liegt etwas weiter vorne als die andere, so erfassen sie unterschiedliche Stellen an der Felge.

Es ist nicht viel Abstand, aber fällt bereits auf und hindert ggf. etwas am genauen Arbeiten, gerade an Felgen, die Spitz zulaufen. Man orientiert sich zwar eh eher an einer Seite, aber mit beiden kann man es besser bestimmen, finde ich zumindest. Für den Hobby Bastler reicht das, um Einstellung zu machen und ich habe es damit auch hinbekommen, aber es war ggf. etwas umständlicher als bei einer perfekten Positionierung. Das muss auch nicht bei jedem Zentrierständer dieser Marke so sein, aber bei dem mir vorliegenden Exemplar ist es so.

Zum Abschluss gibt es noch ein Element zum Messen von Höhen unterschieden an der Felge, welches auch mit einer Schraube an dem besagten Stück befestigt ist. Es ist durch die eine Schraube nicht ganz so gut auszurichten und entsprechend umständlich zu bedienen, aber funktioniert soweit auch.

Im Praxiseinsatz:

habe ich eine Speiche ausgetauscht und dann mit dem Zentrierständer alles zentriert. Es hat etwas gebraucht und am Anfang habe ich mich an den leicht versetzten Zentrierhilfen gestört, aber es ging dann doch ziemlich gut. Am Ende ist das Ergebnis sogar besser geworden, als bei 2 Werkstätten vorher. Bei den Werkstätten hat nach dem Zentrieren früherer Schläge im Rad die Scheibenbremse geschliffen und immer hieß es, das ist normal. Dann mach ich es eben selber und schon ist es in der Seitenausrichtung perfekt geworden und nichts schleift mehr. Lediglich, da ich dies zu ersten Mal gemacht habe, ist ein ganz leichter Höhenschlag entstanden, der aber kaum merklich ist. Bei Gelegenheit muss ich diesen auch noch ausbessern.

Ganz praktisch dafür waren diese Videos:

Fazit:

Wer ganz perfekt arbeiten möchten, sollten hier etwas genauer hinschauen. Mein Zentrierständer war leider bei den Zentrierhilfen nicht perfekt ausgerichtet, sodass diese Abweichungen voneinander haben, wenn auch nicht viel. Profis werden damit vermutlich nicht glücklich, aber wenn man einen Zentrierständer erwischt, wo alles passt, funktioniert der sehr gut. Der Preisunterschied zu manch anderen Zentrierständer ist dabei vielleicht auch zu bedenken. Für den Hobby gebrauch gut und die Preis-Leistung ist ganz gut. Wenn man es öfter braucht und genauer abreiten, bzw. vielleicht eine genauere Ausrichtung haben möchte, dann sollte man aber bei der Warenannahme genau alles kontrollieren. Profis schauen sich vermutlich aber eh nach anderen Modellen um, die dann auch gerne mal etwas weniger preiswert sind. Insgesamt bin ich damit aber durchaus zufrieden.


Die kurze Story:

Ich pflege mein Fahrrad jetzt selber, da meine Lieblingswerkstatt geschlossen hat, eine andere einen Schlauch beschädigt hat, beim Tauschen eines Reifens und die dritte sehr teuer ist und gefühlt eher „Massen abfertigt“. Bei der teuren war ich zuletzt und meinte, man könnte vermutlich die Bremsen tauschen, da die so schleifen und wenig Bremswirkung haben. Da meinten die, “Bremsen sind ok. Wie viel Kilometer ist den die letzte Inspektion her”? Keine Inspektion. Ich habe die Km Anzeige schon oft vom Maximum zurückgesetzt. “Warum haben Sie das gemacht?”. Weil die Anzeige auf Maximum war. “Wie oft wurde die Kette ausgetauscht?” Noch nie. “Noch nie? Und die ist noch nicht kaputt?”. “Die Inspektion mit Ersatzteilen kostet ca. 200-300€ und es kann evtl. mehr oder weniger werden.” Ich habe dann den Termin nicht angenommen und warum soll man etwas tauschen, wenn nichts kaputt ist? Da so ein Rad für mich teuer ist, passe ich darauf halt sehr gut auf und fahre sehr schonend. Es sind endlose Kilometer drauf, aber immer noch die original Bremsen, Kette usw. Das verwundert erstaunlich viele. Nur die Speichen brechen nach den Jahren nun doch im Winter gerne beim harten Kälteunterschied, aber ich bin dennoch immer mit dem Rad unterwegs, auch bei Schnee und Eis.


[Werbung] Das vorgestellte Produkt / die Produkte wurden für den Beitrag / den Produkttest regulär im Handel erworben. Die Inhalte des Beitrags wurden anhand eines vorliegenden Produktes zusammengestellt und sind nicht durch dritte beeinflusst.