Buchvorstellung: Einfach draußen kochen mit dem Hobo

Einfach draußen kochen mit dem Hobo – Das Bushcraft Essentials-Kochbuch

„Kochen, Braten, Grillen, Backen“ ; Autor: Johannes Vogel ; Pietsch Verlag

[Werbung] Das vorgestellte Buch wurde kostenlos vom Pietsch Verlag (Paul-Pietsch-Verlage) zur Verfügung gestellt.

Die Buchvorstellung gibt es auch auf meiner Webseite: blackedgold.com

Titel: Einfach draußen kochen mit dem Hobo : Das Bushcraft Essentials-Kochbuch
Autor: Johannes Vogel
207 Seiten
Pietsch Verlag
Das Buch ist 2017 erschienen und kostet 19,95 €
ISBN: 978-3-613-50851-4

Buchrezension_Hobo_Bushcraft_Essentials
Einfach draußen kochen mit dem Hobo – Das Bushcraft Essentials-Kochbuch – Kochen, Braten, Grillen, Backen ; ISBN: 978-3-613-50851-4

Wer sich gerne mal den Inhalt des Buches anschauen möchte, um zu erfahren ob das Buch interessant ist, der kann auf der Seite vom  Pietsch Verlag (Paul-Pietsch-Verlage)  eine Leseprobe anschauen. Die zugänglichen Seiten geben einen ersten Eindruck und zeigen den Aufbau des Buches.

  • Das Buch und viele weitere, findet Ihr auf der Verlagsseite.

Beschäftigt man sich mit dem Outdoorbereich, trifft man immer wieder auf die Kocher, aber was ist eine Hobo Kocher? Der Hobo ist im Prinzip eine zusammengesteckte Feuerstelle aus Blechelemente. Das Ganze ist kompakt, leicht und transportabel. Durch die Form hat man eine geschützte Feuerstelle mit Kamineffekt und kann verschieden Materialen verheizten. Eine recht kontrollierbare Wärmequelle zum Kochen und vom Grundprinzip seit ewigen Zeiten in Verwendung. Im Buch sieht man den Hobokocher von der marke Bushcraft Essentials.

Das Buch hat schon etwas Gewicht und mit 207 Seiten ist es auch nicht gerade klein, auch wenn es so aussieht. Die Form des Buchs, mit der fast viereckigen Art ist ansprechend.


Das Buch hat zwei Kapitel als Grundlage und dazu noch eine Einleitung und einen Anhang. Die zwei Kapitel sind zum einen die Grundlagen und zum anderen Rezepte. Die Grundlagen werden einem von Seite 8-45 aufgezeigt und die sind nicht nur für die Verwendung des Kochers interessant, sondern auch allgemein fürs Outdoorleben (oder ggf. sogar für die Küche). Es geht dabei um die Funktionsweise, Brennmaterial, Sicherheit und Recht, sowie weitere Aspekte dazu, aber auch um Zubereitungsarten, wie Braten, Blanchieren Frittieren, oder Backen und wie das funktioniert, bzw. wie man das mit dem Kocher hinbekommt. Danach folgen Rezepte von Seite 46, bzw. 48-196/197, wobei diese dann in mehrere Kapitel eingeteilt sind. Beispielsweise „Energiegeladen“, „Grünzeug“, „Aus dem Wasser“, „Drauf & Drüber“, oder auch „Ein-Topf-Gerichte“ bieten die unterschiedlichsten Ideen.

Am Ende gibt es noch eine Zutaten Tabelle für die Rezepte.

Das Buch ist ein Outdoorbuch und es wirkt auch so, durch die Verwendung eines solchen Kochsystems. Der Hobo-Kocher ist quasi nochmal eine Stufe unter den Campingkochern im Sinne von einzelnen Herdplatten im z.B. Fahrzeug, wodurch alles so nach Abenteuer und Wildnis aussieht. Es geht ganz klar um die Möglichkeiten des Hobos, ist dabei aber einfach ein nettes Kochbuch, mit Rezepten, die der Autor ausprobiert und auf diese Art der Zubereitung angepasst hat, also quasi Wildnis erprobt. So kocht man unterwegs, aber mit den Rezepten ist dennoch etwas Vorbereitungen erforderlich, bzw. muss man schon Zutaten für die Rezepte einplanen und mitführen. Manch eine Zutat, wie beispielsweise Brennesel, findet man auch spontan in der Natur. Dennoch ist es insgesamt für geplante Abenteuer, wirkt zwar irgendwie spontaner als ein (Camping-)Kochbuch, wird aber grob sehr ähnlich sein. Irgendwas muss man ja kochen, sonst bräuchte man ja kein Kochbuch, aber die Rezepte sind ggf. nochmal eine Tick „kürzer“ und leben vielleicht eher vom Kombinieren. “Ungeplant” braucht man die Bücher für die Notnahrung und geplant die Kochbücher, für die man auch mehr Zutaten braucht.

Das Buch hat eine recht ausgeglichen Aufteilung von Text und Bild, allerdings etwas anders in der Aufteilung als z.B. die beiden Bücher von Herrn Vogel “Pflanzliche Notnahrung” und “Tierische Notnahrung”. Wo die anderen Bücher auf fast jeder Seite Bilder im oberen Seitenbereich und darunter den Text hatten, ist es hier eher eine Seite mit Text und eine mit Bild oder Bildern daneben, was durchaus ansprechend wirkt. Da das Buch ab Seite 48- 197 zu einem Kochbuch wird, ist es dort immer eine Bildseite und eine Seite Rezept. Diese Einteilung sieht schick aus, veranschaulicht gut das Ergebnis und lässt es locker wirken, verschenkt aber auch etwas Platz, gerade wenn man an die anderen Bücher denkt, die doch etwas kompakter gefasst waren.

Jetzt stellt sich die Frage, nimmt man das Buch mit in die Wildnis und liest vor Ort nach, oder liest man das Buch vorher zu Hause und nimmt schon vorbereitet alles mit, was man unterwegs zubereiten möchte? Macht man es zu Hause, so finde ich das Buch dafür sehr angenehm. Wäre es pur fürs unterwegs, um darin schnell nachzulesen, dann hätte man auch 2 Rezepte pro Seite und das Buch kleiner machen können. Andererseits hat das Buch so auch ein stabiles Gewicht, kann nicht so leicht weggeweht werden, liegt gut in der Hand und wirkt handlich. Die Einleitung ist definitiv etwas, was man zur Vorbereitung liest, daher wird man das Buch eher im Vorfeld lesen und sich Rezeptideen rausschreiben.

Die Rezepte sind Ideen und ausprobiert, was den Kern ausmacht. Von der Komplexität sind die Rezepte auf den ersten Blick durchaus etwas einfach, aber je nach Kochbuch sind die das ja oft. Spätzle, Pizza oder eine Soße brauchen halt keine 3 Seiten Rezept, sondern passen wunderbar hier ins Buch, vor allem da die auch mit so einem Kocher funktionieren. Wenn man sowas schon kennt und zubereiten kann, braucht man das Buch vielleicht als Ideengeber oder wenn man lieber immer ein Rezept befolgt. Im Buch ist jetzt kein fettiger großer Burger mit drin, sondern eher leichte Kost, die man je Rezept auch wunderbar kombinieren kann. So sind die Soßen einzeln und nicht in einem kompletten Rezept eingebracht, wodurch man z.B. Rösti mit Auberginendip aus 2 Rezepten kombinieren kann.

Weitere Beispiele: Gedünstete (Gemüse-) Gänsedistel. (Distelstränge mit Räucherspeck und Gewürze.), Überbackene Gemüseester mit Gemüsespaghetti, Käse, Joghurt und Gewürzen. Sieht gut aus und kann super mit anderen Ideen kombiniert werden. Ein feines Krebssüppchen ist auch dabei oder Klassiker wie frittierte Apfelringe, Brownies in ganz simpel, Tomatensoße oder Bratensoße. Beispielsweise ist auch Brenneselgemüse aus Speck und Brennesel, Öl und Gewürze dabei. Das ist eine super Idee und hat die Zubereitungsanweisung mit daran stehen, ist aber nicht so weltbewegend als dass es ein Rezept bräuchte und doch würde man es vielleicht nicht auf dem Schirm haben und ohne das Buch nicht probieren, oder? Kartoffelknödel, Fischgerichte, oder Grillgeschnetzeltes, da ist viel mit dabei was Appetit macht.

Fazit:

Es ist kurz eine Anleitung für den Hobo, aber danach ein Kochbuch. Das Kochbuch hat eine angenehme Einteilung und schöne Bilder für die Rezepte. Ein Bild einer “Grie Sos” Interpretation sieht aus. wie aus einem Restaurant. Die Rezepte sind allerdings gefühlt, zumindest teilweise, etwas einfacher, dafür aber für den Hobo-Kocher ausprobiert. Das Buch nutzt man, wenn man geplant unterwegs ist und eine gewisse Versorgung hat, aber auch etwas spontaner oder mobiler ist und überall mit einem Hobo-Kocher einsatzbereit wird. Es gibt auch Zutaten, die man unterwegs finden kann. aber Zutaten zum Kochen muss man dennoch mitführen. Auberginen, Ei, Speck, Sahnejoghurt und Kartoffeln findet man nämlich nicht ganz so einfach in der Natur. Die Rezepte sind mit Abwechslungsreichen Zutaten ganz interessant und bieten Gemüse, Fisch und Fleisch. Es ist auf jeden Fall spannend und wirkt lecker.

Ein Tipp: Vom Hobokocher von Bushcraft Essentials gibt es verschiedene Ausführungen und in Videos habe ich schon Personen mit den kleinen, abgerundeten Varianten gesehen, die beim zusammenstecken Schwierigkeiten hatten. Bei Müdigkeit, Erschöpfung, Kälte usw. sind die Stecksystem gar nicht mehr so einfach und man sollte sich im Vorfeld bereits damit auseinandersetzen.


[Werbung] Das vorgestellte Buch wurde kostenlos vom Pietsch Verlag (Paul-Pietsch-Verlage) zur Verfügung gestellt.

Bildquelle: paul-pietsch-verlage.de
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